Wann ist eigentlich 2015 Karneval? Auf welches Datum fällt Rosenmontag 2015? Damit Du Karneval nie wieder verpasst, hier die Liste mit den Terminen für die tollen Tage von 2015 bis 2020. Termine zu den Veranstaltungen der kommenden bzw. laufenden Session findest Du in unserem Karnevalskalender: Karneval 2017 Weiberfastnacht Do. 23. Februar Rosenmontag   Mo.  27. Februar Veilchendienstag Di. 28. Februar Aschermittwoch Mi. 01. März Karneval 2018 Weiberfastnacht Do. 08. Februar Rosenmontag   Mo.  12. Februar Veilchendienstag Di. 13. Februar Aschermittwoch Mi. 14. Februar Karneval 2019 Weiberfastnacht Do. 28. Februar Rosenmontag   Mo.  04. März Veilchendienstag Di. 05. März Aschermittwoch Mi. 06. März Karneval 2020 Weiberfastnacht Do. 20. Februar Rosenmontag   Mo.  24. Februar Veilchendienstag Di. 25. Februar Aschermittwoch Mi. 26. Februar Karneval 2021 Weiberfastnacht Do. 11. Februar Rosenmontag   Mo.  15. Februar Veilchendienstag Di. 16. Februar Aschermittwoch Mi. 17. Februar Zeitlicher Verlauf des Karnevals Beginn Als Beginn der Fastnachtszeit galt bzw. gilt in vielen deutschsprachigen Ländern ursprünglich Dreikönigstag, der 6. Januar. Seit dem 19. Jahrhundert findet in vielen Gegenden zusätzlich am 11. November, dem „Elften im Elften“, ab 11:11 Uhr die offizielle Eröffnung der Karnevalssession statt. Hintergrund ist, dass es auch vor Weihnachten bereits kurz nach der Fixierung des Festes im Jahr 354 eine vorbereitende 40-tägige Fastenzeit gab, ähnlich der österlichen Fastenzeit nach Karneval. Sie begann am 11. November, dem Martinstag. Es galt, die vorhandenen Lebensmittel zu verzehren, die nicht „fastenzeittauglich“ waren, wie Fleisch, Fett, Schmalz, Eier und Milchprodukte. Auch war der Martinstag der Endtermin des bäuerlichen Jahres, an dem die Pacht fällig wurde und das Gesinde wechselte. Die Zeit vom 12. November bis 5. Januar bleibt aber selbst in den Zentren des Karnevals entlang des Rheins weiterhin weitgehend karnevalsfrei, was sich aus der erwähnten vorweihnachtlichen Fastenzeit, der Rolle des Novembers als Trauermonat und dem besinnlichen Charakter des Advents erklärt. Soweit von einer „Vorverlagerung“ des Karnevalsbeginns oder von einer „Saisoneröffnung“ am 11. November gesprochen wird, ist dies daher zumindest irreführend. Von seiner Entstehungsgeschichte her stellt der 11. November vielmehr einen zweiten, „kleinen“ Karneval dar. Allerdings werden insbesondere im Umland immer mehr Sitzungen in dieser Zeit - auch bereits vor dem 11. November - veranstaltet, weil dann die meisten auftretenden Künstler preiswerter sind als in der Hauptsaison, wo sie viele Auftritte an einem Abend haben. Im Januar beginnt die närrische Zeit insbesondere in den Hochburgen mit der Vorstellung der neuen Regenten, der Prinzenproklamation. Höhepunkt Den Höhepunkt erreicht die Fastnacht in der eigentlichen Fastnachtswoche vom schmotzigen Donnerstag im schwäbisch-alemannischen Raum, auch unsinniger Donnerstag oder glombiga Donnerstag genannt (von Schmotz = Schmalz, was auf in Schmalz gebackene Fastnachtsküchle hinweist), bzw. Weiberfastnacht im Rheinland über den Nelkensamstag, Tulpensonntag, Rosenmontag bis zum Fastnachtsdienstag, auch Veilchendienstag genannt. Dabei gibt es insbesondere am Rosenmontag entsprechende Umzüge - wobei sich Rosen ursprünglich nicht auf die Blume, sondern auf das Verb rasen im Sinne von tollen bezog. Die größten Umzüge finden in den Karnevalszentren Köln, Mainz, Koblenz und Düsseldorf statt. Gemessen an der Teilnehmerzahl zählt auch der Umzug in Eschweiler zu den größten Deutschlands. Umzüge gibt es auch in Aachen, Bonn, Duisburg, Dülken, Erkelenz, Euskirchen, Krefeld, Leverkusen, Meckenheim, Mönchengladbach, Rheinbach, Siegburg, Trier und vielen anderen Orten. Aber auch weiter südlich, etwa in Frankfurt am Main, Aschaffenburg, Mannheim, Ludwigshafen, Wombach, Würzburg und Karlstadt gibt es jeweils am Fastnachtssonntag Umzüge. Diese werden in Bayern „Gaudiwurm“ genannt, im Rheinland „Zoch“ (D'r Zoch kütt, „Der Zug kommt.“) In Karlsruhe und Stuttgart gibt es am Fastnachtsdienstag große Umzüge mit mehreren Hunderttausend Besuchern. Als größte Umzüge im norddeutschen Raum gelten der traditionelle Schoduvel in Braunschweig am Fastnachtssonntag und der Karnevalsumzug in Berlin. In den Stadtteilen, Städten und Dörfern um diese Zentren herum gibt es Umzüge am Samstag (Nelkensamstag), Sonntag (Orchideen- oder Tulpensonntag) und Dienstag (Veilchendienstag). In Duisburger Stadtbezirk Hamborn findet seit Jahrzehnten am Karnevalssonntag der größte Kinderkarnevalszug Europas statt. Ende Mit dem Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. In der Nacht zu Aschermittwoch um Punkt Mitternacht endet der Karneval, und es gibt an vielen Orten die Tradition, dass die Karnevalisten in dieser Nacht eine Strohpuppe, den so genannten Nubbel, als Verantwortlichen für alle Laster der karnevalistischen Tage, vor allem wegen des ausgegebenen Geldes, verbrennen. In Düsseldorf und den niederrheinischen Städten wie Krefeld, Duisburg, Mönchengladbach, Kleve oder Wesel wird der so genannte Hoppeditz zu Grabe getragen. Dieser war ursprünglich eine typisch niederrheinische Narrenfigur. Dieser Schelm oder Hanswurst hatte Ähnlichkeit mit Till Eulenspiegel und den mittelalterlichen Hofnarren. So wird berichtet, dass es im 18. und 19. Jahrhundert am Niederrhein der kleinen Leute Brauch war, in der Nacht auf Aschermittwoch ausgerüstet mit Stangen, an denen Würste hingen, durch die Straßen zu laufen und lustige Lieder zu singen. Mancherorts treffen sich die Karnevalisten am Aschermittwoch noch einmal zu einem gemeinsamen Fischessen, zu einem rituellen „Portemonnaie-Auswaschen“ oder auch erst jetzt zu einer internen Nubbelverbrennung. Datum des Faschings Ende des Karnevals ist der Aschermittwoch. Sein Termin hängt unmittelbar von der Lage des Osterfestes ab: Im Jahr 325 wurde auf dem Konzil von Nicäa das Osterdatum auf den ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond festgelegt. Um 600 legte Papst Gregor der Große eine 40-tägige Fastenzeit vor Ostern fest, die an die Zeit erinnern soll, die Jesus Christus in der Wüste verbracht hat (Mt 4,1-2 EU). Nach dieser Regelung begann die Fastenzeit am Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern (Invocavit oder Dominica prima Quadragesimae, 1. Fastensonntag, im Deutschen auch Funkensonntag). Auf der Synode von Benevent im Jahr 1091 wurden die sechs Sonntage vor Ostern vom Fasten ausgenommen. Um dennoch eine 40-tägige Fastenzeit zu erhalten, rückte der Beginn der Fastenzeit um sechs Tage nach vorne auf den heutigen Aschermittwoch, den Mittwoch nach dem 7. Sonntag vor Ostern. Die Länge einer Karnevalssession ist somit abhängig vom beweglichen Datum des Osterfestes und wird nach der Osterformel berechnet. Danach ist der Aschermittwoch am 46. Tag vor dem Ostersonntag. Der frühestmögliche Aschermittwochstermin ist der 4. Februar, der spätestmögliche ist der 10. März. Somit gibt es sehr kurze und sehr lange Sessionen. Tanzmariechen (Weitergeleitet von Funkenmariechen) Das Tanzmariechen ist eine auf die früheren Marketenderinnen zurückgehende traditionelle Figur im Karneval und kam zunächst nur im Rheinland vor. Gleichbedeutende Bezeichnungen sind Funke(n)mariechen oder Regimentstochter (z. B. bei Prinzen-Garde oder Ehrengarde im Kölner Karneval). Die typische Kleidung ist oft der Oberbekleidung an Uniformen aus dem 18. Jahrhundert angelehnt: Dreispitz, Perücke, Uniformjacke. Viel später kamen ein kurzes Röckchen (oft plissiert) und darunter Petticoat, Strumpfhose und weißes Spitzen- oder Rüschenunterhöschen hinzu. Die Tanzmariechen-Rolle wurde anfangs von einem Mann dargestellt und erst unter dem Regime der Nationalsozialisten von weiblichen Tänzern übernommen, um homosexuelle Anspielungen, die damals politisch unerwünscht waren, auszuschließen. Diese Tänzerinnen üben in Karnevals- oder speziellen Gardetanzvereinen. Tanzmariechen findet man heute in nahezu jedem Karnevals-, Fasching- und Fasnachtsverein in Deutschland, Österreich, Belgien und Holland. Sie treten einzeln, paarweise mit Tanzoffizieren oder zu mehreren in Tanzgarden auf, oft zu Marsch- oder Polkamusik, mittlerweile auch zu modernerer, an traditionelle Musik angelehnter Musik. In der Formation geschieht dies teilweise mit Tanzschritten aus dem früheren Girlstanz, wogegen beim Solotanz Elemente aus dem Bodenturnen (Flickflack, Spagat) eingefügt werden. Mittlerweile aber sind akrobatische Elemente bei den „Profis“ auch im Gardetanz üblich. Im karnevalistischen Tanzsport (Gardetanz) werden regionale, Landes- oder Deutsche Meisterschaften von den Dachverbänden Bund Deutscher Karneval (BDK), Deutscher Verband für Garde- und Schautanzsport (DVG) und Rheinische Karnevals-Korporationen (RKK) der Tanzmariechen, Tanzpaare und Garden (und auch Showtänze) in den Altersgruppen Jugend, Junioren und Aktive (ehemals „Senioren“ genannt) ausgetragen.
Büttenrede Die Büttenrede geht auf die mittelalterliche Sitte des „Rügerechts“ zurück, in dessen Rahmen der einfache Mann zur Fastnachtszeit die Herrschenden ungestraft kritisieren durfte. Eine Büttenrede ist eine ursprünglich im westdeutschen Kulturraum zur Fastnachtszeit (Karneval, Fasching) meist auf Karnevals- sitzungen abgelesene oder auswendig vorgetragene Rede. Sie ist häufig gereimt und wird von einem speziellen Rednerpult („Bütt“) aus im lokalen Dialekt vorgetragen. In den letzten Jahrzehnten findet sie auch im Osten Deutschlands immer mehr Freunde, insbesondere im Berliner Karneval. Insbesondere im Rheinischen Karneval unterliegt die klassische Büttenrede immer mehr Änderungen. Die Bandbreite der Formen einer Büttenrede umfasst heute Elemente der Stand-up-Comedy, Gesangseinlagen bis hin zu Zwiegesprächen im Duett oder als Bauchredner. Selbst die „Bütt“ ist nur noch selten zu sehen, wobei dies meist technische Gründe hat. Statt belehrenden oder aufdeckenden Reden als ironischem Spiegel der Gesellschaft werden vermehrt Aneinanderreihungen von Witzen vorgetragen. Auch die typischen Gestalten, z.B. „ne Schutzmann“ oder der „Redner von der Blauen Partei“ werden seltener.
Der Karnevalsverein von der Karthause
Sammelsorium
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